Mein Name ist Nadeschda, ich wurde in Moskau geboren und lebe derzeit in Sewastopol.
Ich bin 37 Jahre alt und habe den Großteil meines bewussten Lebens der Schaffung von Gemälden gewidmet.
Ich begann im Alter von 4 Jahren zu zeichnen und verbessere seitdem kontinuierlich meine Fähigkeiten
im Zeichnen und Malen!
Ein roter Faden, der sich durch meine Werke zieht, ist das Thema Ruhe und Anmut.
Die Botschaft meiner Kunst ist, dass der Betrachter, der ein Bild bei sich zu Hause aufhängt,
ein Stück dieser Ruhe für sich gewinnt.
In Zeiten, in denen wir vom Lärm überflutet sind, in denen wir mit hoher Geschwindigkeit leben,
Informationen nur oberflächlich aufnehmen und nicht im Moment sind, erdet dieses Stück Malerei,
bringt uns zurück ins Bewusstsein. Es erlaubt uns auszuatmen und die Stille zu spüren,
wie in der Kindheit.
Ich strebe nach reinen und harmonischen Farbtönen, damit der wandernde Blick
des Betrachters langsamer wird und sich ausruhen kann.
Ich arbeite größtenteils in realistischer Manier und füge meinen Werken dekorative, fast skurrile Elemente hinzu.
Dafür verwende ich meist klassische Ölmalerei und Aquarell.
Die Grafik mit Tusche und Feder liebe ich ebenfalls sehr und gehe mit großer Sorgfalt an die Erstellung von Bildern in dieser Technik heran.
Die Hauptthemen meiner Kunst:
- Das alltägliche Leben des Menschen und sein psychischer Zustand.
Die moderne Welt hat sich beschleunigt. Der Mensch ist stärker auf sich selbst fokussiert und hat gleichzeitig die Fähigkeit verloren, sich selbst klar wahrzunehmen. Das Lebenstempo steigt und es bleibt immer weniger Zeit, um innezuhalten, genau hinzusehen und sich ehrlich zu fragen:
„Was mache ich gerade?“, „Wo befinde ich mich gerade?“, „Wer bin ich jetzt?“
Mit meinen Bildern möchte ich jene Momente festhalten, in denen der Mensch mit sich selbst verbunden ist und mit der kleinen Welt, die nur ihm gehört und zu der er ganz gehört.
Im ständigen Beschäftigtsein und Aktivsein vergessen Menschen in großen Städten, wie es ist, anzuhalten, sich zu entspannen und zu verweilen. Nicht nur für ein paar Sekunden, um dann wieder ins Rennen einzusteigen, sondern um dies zur alltäglichen Praxis zu machen. Das tägliche Leben eines gewöhnlichen Menschen mit kleinen, einfachen Freuden möchte ich in den Vordergrund rücken und sichtbar machen. Die Hauptbotschaft lautet: Man muss nicht besonders sein, um glücklich zu sein. Es ist nicht notwendig, etwas Außergewöhnliches zu tun, um ein gutes Leben zu führen und eine liebevolle Erinnerung zu hinterlassen. Die Bewahrung innerer Ruhe, die Unterstützung des Selbst, innere Stärke und stille Anmut – das ist mein Lebensziel und was ich den Menschen zeigen möchte. Dass Glück auf unterschiedliche Weise möglich ist.
- Das Leben alter Häuser und Dinge.
Was lässt uns über einen Gegenstand sagen, dass er „mit Seele“ ist? Warum haben neue Dinge für uns nicht den gleichen Wert wie jene, die seit Jahrzehnten in der Familie bewahrt werden? Warum geben wir sie von Generation zu Generation weiter?
Mich interessiert der Prozess des Übergangs von einem Zustand zum anderen – wann wird dieser neue Gegenstand behutsam bewahrt und für den Menschen fast lebendig? Wann verwandelt sich ein gesichtsloses Haus in ein ganzes Bild mit einem Gesicht, Charakter und Stimme? Alte Dinge besitzen eine verborgene Schönheit. Diese kann man nur sehen, wenn man langsamer wird, wenn man ohne wirres Gedankenchaos betrachtet. Im Vorbeigehen ist das nicht möglich. Die Gemäldeserie „Aus dem Leben eines alten Hauses“ lädt den Betrachter ein, langsamer zu werden und sich umzusehen. Die Spuren der Zeit an vertrauten Gegenständen zu erkennen. Zu sehen, wie sie sich verändert haben, dass sie anders geworden sind. Und in dieser Veränderung die Schönheit zu entdecken, sich an einfachen, nicht von Menschenhand gemachten Dingen zu erfreuen – das Spinnennetz von Rissen auf einer einst bemalten Tür, Moos an der Hausecke, ausgebleichte Dachziegel, ein wuchernder Weinberg und rosa Büsche, die lange nicht geschnitten wurden.